Canossa wartet


Heute veröffentlichte FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher unter dem Titel »Suhrkamp-Verlag – Ein literarischer Stern soll verglühen. Im Streit um die Stellung von Ulla Berkéwicz im Suhrkamp-Verlag gibt es Tatsachen. Und es gibt Gerüchte, die andere Geschichten insinuieren: Eine notwendige Klarstellung« binnen einer Woche seinen zweiten Artikel zur Causa Suhrkamp.

Dazu wurde von mir auf FAZ.NET folgender Leserbeitrag veröffentlicht:
  • Ein klassischer Bärendienst
  • Bereits der Titel ist eine absurd misslungene Metapher. Und eine »notwendige Klarstellung« ist im vorliegenden Fall ausschließlich die Aufgabe der Rechtsbeistände oder Pressesprecher der beiden vor Gericht streitenden Parteien. Dritten ist das schlichtweg verwehrt. In seiner Funktion als einer von 5 Herausgebern der F.A.Z. hätte Schirrmacher sich selbst in den Arm fallen müssen. Vorher hatte noch kein Journalist die eigenen, rein privat erworbenen Kenntnisse so ungeniert veröffentlicht und gleichzeitig die Chuzpe gehabt, sie als erfolgreiche Recherche auszugeben. Als Feuilletonist hätte er die schwebenden Gerichtsverfahren lieber gemieden, denn da zeigen sich bei ihm raue ›Missverständnisse‹. Die Veröffentlichung dieses Artikel kennt nur ein Ergebnis: er ist in der Sache bedeutungslos. Aber er hat allen beteiligten und genannten Personen – und vor allem dem Suhrkamp Verlag! – großen Schaden zugefügt. Angezeigt wäre jetzt eine »Klarstellung« in eigener Sache: Canossa wartet.

Eine ausführlichere Auseinandersetzung mit diesem Artikel folgt …